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Der kleine Troll

Die Abenteuer des kleinen Troll (Bilderbuchmärchen)

Auszug aus dem Buch

Seite 5 Beginn:
Hier im Norden hat es immer Trolle gegeben. Lange bevor die Menschen kamen, wohnten Trolle mit Wald und Gebirge.
Einige haben drei Köpfe, andere zwei - aber die meisten haben nur Einen.

Viele Menschen haben Angst vor Trollen. Sie denken, Trolle sind böse. Aber Trolle sind genau wie wir Menschen. Einige sind nett und einige sind böse. Einige sind klug und einige sind...nicht ganz so schlau.

Wir bekommen sie nur selten zu sehen, weil Trolle am liebsten ihre Ruhe haben möchten. Und sie finden, das die Menschen schrecklich viel Lärm machen mit all ihren Maschinen. Deshalb verstecken sie sich, wenn jemand kommt. Sie sitzen ganz still und versuchen, wie alte Baumstümpfe oder moosbewachsene Steine auzusehen.

Aber die Tiere und Vögel sind ihre Freunde. Die Trolle helfen allen, die krank sind oder sich verletzt haben. Wenn kleine Tierkinder verschwunden sind, gehen sie oft die ganze Nacht herum und suchen nach ihnen. Und ist es für die Tiere schwierig, Futter zu finden, so laden sie Bär, Elch oder Fuchs zu sich nach Hause eine. Dort kochen sie einen grossen Kessel Trollgrütze-darum ist es auch ihre Leibspeise.

Trolle haben es gern schön in Wald und Flur. Sie sorgen gut für Blumen und Bäume. Und sie versuchen aufzuräumen, so gut sie können. Aber das ist nicht einfach!

Seite6:
Dies ist die Geschichte von einem Trollkind namens Lilletroll. Das bedeutet: der kleine Troll.

"Lilletroll!" ruft Mama. "Jetzt musst du nach Hause kommen! Es ist gleich hell!" Nur noch ein bißchen, Mama!" antwortet Lilletroll. "Es macht gerade so viel Spaß"! "Nein", sagt Mama. "Komm sofort her! Es ist bald Morgen! Und du weisst, was dann passiert"! Alle Trolle haben Anst vor der Sonne.

Lilletroll und seine Eltern wohnen in einer Höhle. Sie haben einen geheimen Eingang hinter einem Felsblock und dichtem Haselgebüsch.

Zuerst muß Lilletroll einen Teller Trollgrütze essen. Dann putzt er sich die Zähne mit einem Kiefernzweig. Und dann...kann er sich endlich in sein Tannenzapfenbett legen. Mama sitzt noch einige Zeit bei ihm. Das macht sie immer. Sie singt ihm etwas vor. Und sie sprechen darüber, was sie in der Nacht gesehen und gemacht haben.
Aber jetzt will Lilletroll nur über die Sonne sprechen: "Warum müssen wir uns vor der Sonne verstecken?" "Manche sagen, das wir zerbersten und zu Stein werden, wenn die Sonne auf uns scheint. Andere sagen, das wir schmelzen und vergehen."
"Das ist ungerecht!" "Aber so ist es immer gewesen. Und jetzt musst du schlafen," sagt Mama und stopft die Rindendecke gut fest.

Aber Lilletroll will nicht schlafen. Er ruft nach Papa. "Warum ist das so, Papa? Warum können wir Trolle nicht draußen in der Sonne sein wie all die anderen?"
Aber Papa schüttelt seinen grossen zotteligen Kopf. "Ich weiß nicht", sagt er. "Aber so ist es - und so ist es immer gewesen. Und wenn du nicht bald schläfst, hast du heute Nacht zu nichts Lust. ..

 
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